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Monetarisierung6 min19. Mai 2026

Creator Preisgestaltung: Was darf eine Kooperation kosten?

Wie Creator ihre Preise für Kooperationen, Brand Deals und Sponsorings kalkulieren. Mit Richtwerten, Formeln und Tipps für Verhandlungen.

Zu viele Creator unterbieten sich selbst. Sie kennen ihren Wert nicht, fürchten ein "Nein" und akzeptieren Deals die sie besser ablehnen sollten. Dieser Artikel gibt dir konkrete Zahlen und Methoden um deinen Preis zu kennen, zu kommunizieren und durchzusetzen.

Wie der Markt Influencer-Preise berechnet

Die gängigste Formel im Markt ist CPM-basiert: Cost per Mille (Kosten pro 1.000 Aufrufe). Je nach Plattform und Nische liegt der Markt-CPM bei Creator-Kooperationen zwischen 5 und 30 Euro. Ein Creator der YouTube-Videos produziert die im Schnitt 20.000 Views erzielen, kalkuliert mit einem CPM von 15 Euro also 300 Euro pro Integration.

Das ist ein Ausgangspunkt, aber nicht der einzige. Engagement Rate, Nischenrelevanz, Exklusivität und Lieferumfang beeinflussen den Preis erheblich. Ein Creator mit 10.000 hoch-engagierten Followern in einer kaufstarken Nische kann mehr verlangen als einer mit 100.000 passiven Followern.

Richtwerte nach Plattform und Followerzahl

Instagram Post (Feed): 50-200 Euro bei 10K Followern, 200-800 Euro bei 50K, 1.000-5.000 Euro bei 200K+. Instagram Reel: 20-30% Aufschlag gegenüber Feed-Post. Instagram Story: 30-50% des Feed-Post-Preises.

TikTok Video: 100-400 Euro bei 20K Followern, 400-1.500 Euro bei 100K, 2.000-10.000 Euro bei 500K+. YouTube Integration: 300-1.000 Euro bei 20K Abonnenten, 1.000-5.000 Euro bei 100K. Diese Zahlen sind Richtwerte, der tatsächliche Marktpreis variiert stark nach Nische.

Was dein Preis wirklich rechtfertigt

Jenseits von Followerzahl und Views gibt es Faktoren die deinen Preis nach oben treiben: Exklusivität (keine Mitbewerber für X Monate), Usage Rights (die Brand darf den Content für eigene Werbung nutzen), Rush (kurzfristige Anfrage), Umfang (mehrere Plattformen, mehrere Formate).

Exklusivität und Usage Rights sind oft die lukrativsten Zuschläge. Eine Marke die dein Video als Facebook-Anzeige schalten will, zahlt dafür normal das 2-5-fache des reinen Posting-Preises. Diese Rechte nie ohne Aufpreis einräumen.

Produktgeschenke: Was zählt, was nicht

"Wir schicken dir unser Produkt als Gegenleistung" ist keine Bezahlung. Es sei denn, das Produkt hat einen Wert der deinen normalen Preis übersteigt oder dich wirklich interessiert. Viele Creator machen den Fehler, Produktgeschenke als fair zu akzeptieren obwohl der Zeitaufwand für Content-Erstellung, Kommunikation und Abstimmung weit mehr wert ist.

Faustregel: Produktgeschenke akzeptieren nur wenn du das Produkt ohnehin zeigen würdest, der Produktwert mindestens 50% deines normalen Preises entspricht, oder du explizit im Aufbau bist und Reichweite über Geld stellst. Letzteres ist für etablierte Creator keine Option mehr.

Preisverhandlungen führen: Was funktioniert

Nenne immer zuerst einen Preis, nie "was habt ihr im Budget". Wer zuerst eine Zahl nennt, setzt den Anker. Nenne deinen Idealpreis, nicht dein Minimum. Bei Gegenangeboten: Geh nicht sofort runter. Hinterfrage was für den geringeren Preis weniger geliefert wird.

Falls das Budget wirklich kleiner ist: Verkleiner den Umfang statt den Preis. Weniger Plattformen, kein Usage Right, kein Exklusivitätszeitraum. So bleibst du bei deiner CPM-Rate, passt aber die Leistung an.

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